Der Check priorisiert nur die im Portal abgebildeten Sach- und Haftpflichtrisiken. Kranken-, Pflege-, Berufsunfähigkeits- und komplexe Hinterbliebenenabsicherung brauchen eine gesonderte Betrachtung.
So liest du das Ergebnis
Der Check sortiert nicht nach Beitrag, sondern nach der Frage, was ein Schaden dich im schlimmsten Fall kosten würde. Jede Empfehlung trägt deshalb eine von vier Stufen. Die Stufen sind bewusst grob gehalten. Sie ersetzen keine persönliche Beratung, sondern sagen dir nur, in welcher Reihenfolge du dich mit den Verträgen beschäftigen solltest.
- Pflicht: gesetzlich vorgeschrieben, ohne Deckung geht es nicht
- Priorität: der Schaden kann existenzbedrohend werden
- Prüfen: Wert und eigene Rücklage entscheiden
- Beratung: zu individuell für eine automatische Einordnung
Nach welchen Regeln der Check gewichtet
Wir legen die Logik offen, damit du das Ergebnis nachvollziehen und ihm widersprechen kannst. Der Check bewertet sechs Angaben und folgt dabei festen Regeln — es gibt keine Punktzahl und keine Gewichtung nach Provision. Die Privathaftpflicht erscheint immer, unabhängig von deinen Angaben. Sie ist nicht vorgeschrieben, deckt aber den einen Fall ab, der ein Vermögen über Jahrzehnte binden kann: einen von dir verschuldeten Personenschaden. Alle übrigen Empfehlungen hängen an je einer Angabe.
- Eigenes Kraftfahrzeug → Kfz-Haftpflicht als Pflicht
- Eigene Immobilie → Wohngebäude als Priorität
- Hund oder Pferd → Tierhalterhaftpflicht als Priorität
- Hausrat schwer ersetzbar → Hausrat als Prüfen
- Finanziell abhängige Personen → Hinterbliebenenschutz als Beratung
Warum große Tiere eine eigene Police brauchen
Für Hunde und Pferde gilt in Deutschland die verschärfte Tierhalterhaftung nach § 833 BGB: Der Halter haftet grundsätzlich auch dann, wenn ihn kein Verschulden trifft. Genau deshalb schließen Privathaftpflichttarife diese Tiere regelmäßig aus, während Katzen und Kleintiere üblicherweise eingeschlossen sind. Einzelne Bundesländer schreiben für bestimmte Hunde zusätzlich eine Haftpflicht vor. Ob und ab wann das für dich gilt, hängt vom Landesrecht und teils von der Rasse ab — prüfe das für dein Bundesland, bevor du dich auf eine allgemeine Empfehlung verlässt.
Was der Check bewusst nicht bewertet
Der Check bildet die Sach- und Haftpflichtrisiken ab, die dieses Portal auch redaktionell behandelt. Alles, was an Gesundheitsfragen, Einkommen oder komplexen Familienverhältnissen hängt, bleibt außen vor — nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil sechs Ja-oder-Nein-Angaben dafür keine tragfähige Grundlage sind. Das betrifft ausgerechnet zwei der wichtigsten Bereiche überhaupt: die Absicherung der Arbeitskraft und die Krankenversicherung. Wer dort eine Lücke hat, sollte sie vorrangig vor jedem Sachschutz schließen. Eine automatische Einordnung wäre hier nicht seriös.
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Berufsunfähigkeit und Arbeitskraft
- Risikoleben und Hinterbliebenenschutz
- Altersvorsorge und Kapitalanlage
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